Burnout

An psychischen Erkrankungen leiden mittlerweile weite Teile der Bevölkerung. In der Statistik stehen Symptome wie eine klinische Depression oder das sogenannte Burnout-Syndrom auf Platz 2 für das unfreiwillige Ausscheiden aus dem Berufsleben. Ob die Berufsunfähigkeitsversicherung auch beim Burnout-Syndrom zahlt, hängt jedoch vom Anbieter ab.

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Untersuchungen im Bereich Burnout

Berufsunfähigkeitsversicherung Burnout

Für viele Versicherungsgesellschaften gilt das Burnoutsyndrom nicht als versicherbare Ursache, eine klinische Depression hingegen schon. Jedoch handelt es sich beim „ausgebrannt sein“ um eine Vorerkrankung einer Depression. Zwischen beiden psychischen Leiden zu unterscheiden ist eigentlich nicht möglich. Trotz der ähnlichen Symptome unterscheiden einige Anbieter noch immer. Gefunden werden sollten daher die Anbieter, die auch das Burnout-Risiko im Ernstfall absichern. Allerdings kann der behandelnde Arzt sich auch geirrt haben.

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Irrtum möglich

Bei der Psychoanalyse handelt es sich noch immer um ein sehr schwieriges und relativ unergründetes Feld der Medizin. Somit kann es in einigen Fällen geschehen, dass der behandelnde Arzt eine falsche Diagnose erstellt (Irrtum). Denn die Überschneidungen zwischen Depression und Burout-Synrom sind klar gegeben. Somit kann es sein, dass ein anderer Arzt nun tatsächlich auch eine Depression diagnostiziert. Speziell in einem Rechtsstreit kann ein solcher Irrtum letztendlich noch die erhofften Zahlungen herbeiführen. Wahrscheinlich wird in einem solchen Fall die Konsultierung eines vom Gericht gestellten Facharztes angeordnet.

Zahlt Berufsunfähigkeitsversicherung beim Burnout-Syndrom in 2017

Das „Ausgebranntsein“ gilt rechtlich als Ursache für eine Berufsunfähigkeit. (Rechtsanwalt zum Thema auf youtube). Denn in einer Vielzahl der Erkrankungen gelten die Betroffenen als dauerhaft (6 Monate oder mehr) unfähig einen Beruf auszuüben. Das heißt, dass eine Berufsunfähigkeit vorliegt und die Gesellschaften verpflichtet sind zu zahlen. Erfahrungen zeigen jedoch, dass vor allem Altverträge dieses Risiko nicht mitversichern. Sofern eine Nachversicherungsgarantie vereinbart worden ist, sollte das Risiko mitversichert werden. Ansonsten empfiehlt sich der Wechsel in eine neue Berufsunfähigkeitsversicherung.

Psychotherapie und ärztliche Behandlung in 2017

Prinzipiell ist die Aufnahme in eine Berufsunfähigkeitsversicherung sehr schwierig, wenn die Interessierten sich bereits in ärztlicher Behandlung befunden haben oder gerade befinden. Nach Ende der Therapie, auf Grund von Burnout oder einer Depression, verfahren die einzelnen Gesellschaften sehr unterschiedlich. Die einen geben eine Frist von insgesamt fünf Jahren vor und die anderen Versicherer eine Frist von bis zu zehn Jahren vor. Danach erhalten die Verbraucher „normale“ Verträge.

Während Diagnose ist es schwer

Auch während der Diagnose haben die Verbraucher die Möglichkeit eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Jedoch gibt es diese Möglichkeit nur dann, wenn ein Ausschluss mit der Gesellschaft vereinbart wird. Somit zahlt der Versicherer dann nicht, wenn der Versicherte auf Grund eines Burnout-Syndromes oder eventueller Folgeerkrankungen berufsunfähig werden sollte. Grundsätzlich empfehlen sich Ausschlussklauseln jedoch nicht. Aber es können sich auch Vorteile für die Verbraucher ergeben.

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Laut Definition nur Stress

Der Begriff Burnout-Syndrom entstammt dem Englischen und bedeutet, dass sich ein Mensch in einem ausgebrannten Zustand der vollkommen Erschöpfung befindet. Auch die Leistungsfähigkeit der Betroffenen ist sowohl in körperlicher als auch in emotionaler Hinsicht gemindert. Psychische Erscheinungen bewirken in Extremsituationen auch eine erhöhte Aggressivität, Lustlosigkeit, Apathie, Desillusionierung, eine klinische Depression als auch eine steigende Suchtgefahr.

Keine wissenschaftlich anerkannte Krankheit

Die Wissenschaft sieht in dem Stress-Syndrom ein Problem der derzeitigen Lebensbewältigung. Es wird davon ausgegangen, dass es sich um eine Überlastung der aktuellen Lebenssituation handelt. Die Erschöpfung kann dazu führen, dass der zuletzt ausgeübte Beruf nicht mehr ausgeübt werden. Der Auffassung schließt sich ebenfalls der Gesetzgeber an, der bei „Stress“ keine Rente zahlt. Im Zuge einer privaten Absicherung sieht das allerdings anders aus. Hier findet das Syndrom eine Anerkennung.

Wann kann Ausschluss in 2017 vereinbart werden

Wer aktuell an einer Erkrankung leidet, der kann eine Ausschlussklausel mit dem Anbieter vereinbaren. Dabei sollte jedoch eine Nachversicherungsgarantie vereinbart werden. So haben die Versicherten auch rückwirkend die Möglichkeit das Risiko abzusichern. Wer nun in 2014 oder 2015 die ärztliche Behandlung abgeschlossen hat, der hat die Option nach Ablauf der erforderlichen Frist (entweder fünf oder bis zu zehn Jahren) das Burnout-Risiko im Nachhinein abzusichern.

Schlusspunkt zum Thema Berufsunfähigkeitsversicherung und Burnout

Wer bereits Erkrankungen in den vergangenen 5 bis 10 Jahren vorzuweisen hat, der erhält keine Berufsunfähigkeitsversicherung. Das gilt insbesondere bei Burnout. Bei einer vorliegenden Berufsunfähigkeit von mindestens 50 Prozent zahlen die Versicherer jedoch eine feste Bu-Rente aus. Im Gegensatz dazu bietet die gesetzliche Rentenversicherung einen solchen Schutz nicht. Denn aus Sicht des Gesetzgebers gibt es für psychische Leiden keine Leistung.

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